BIOGRAFIE

"...der den ebenso raumfüllend aussingenden Tijl Faveyts als Fasolt nachvollziehbar be-eindruckte. In Soldaten-uniform stattlich ausstaffiert, sorgte der gebürtige Belgier mit mächtig-klirrendem Bass für knisternde Spannung..."

S. Barnstorf, Opernglas

Internationale Gastengagements führten Tijl Faveyts zuletzt als Kezal »Die verkaufte Braut« an die Semperoper Dresden, als Rocco »Fidelio« an das Teatro Cervantes Malaga, als Colline (»La Bohème«) an die Oper Köln sowie als Eremit (»Der Freischütz«) an das Konzerthaus Berlin.

Der belgische Bass erstmals international auf sich aufmerksam als er mit nur 26 Jahren den Sarastro in »Die Zauberflöte« unter der Musikalischen Leitung von Daniel Harding beim Festival Aix-en-Provence sang.

Tijl Faveyts war bis 2012 Ensemblemitglied am Theater St. Gallen und von 2013 bis 2019 am Aalto-Theater Essen, wo er sich ein breites Repertoire erarbeitet hat. Darunter Rollen wie Daland (»Der fliegende Holländer«), König Marke (»Tristan und Isolde«), Commendatore (»Don Giovanni»), Osmin (»Die Entführung aus dem Serail«), Don Basilio (»Il barbiere di Siviglia«), Sparafucile (»Rigoletto«), Ramphis (»Aida«), Oroveso (»Norma«), Eremit (»Freischütz«), Doktor (»Wozzeck«), Ferrando ((»Il Trovatore«),  Gremin (»Eugen Onegin«),  Comte des Grieux (»Manon«) und viele andere. Ab der Spielzeit 19-20 ist er festes Ensemblemitglied an der Komischen Oper in Berlin.

Gastengagements führten ihn darüber hinaus an die Oper Bonn, der Vlaamse Opera, die Opéra de Lille, das théâtre de la Monnaie Brüssel,  dem Gärtnerplatztheater München, zu den Wiener Festwochen, ans Theater an der Wien, ans ABAO Bilbao, an die Nederlandse Opera Amsterdam, die Oper Leipzig, Staatsoper Stuttgart, in die Tschaikowsky Concert Hall Moscow, ins Lincoln Center New York, zum NCPA Kaoshiung und an die  Israeli Opera Tel Aviv.

Tijl Faveyts arbeitet mit namhaften Dirigenten wie Giacomo Sagripanti, Kazushi Ono, Fabio Luisi, Esa-Pekka Salonen, Carlo Rizzi, Antonino Fogliani, Frank Beermann, Marc Albrecht, Tomas Netopil und Regisseuren wie Mariame Clément, Barrie Kosky, Frank Castorf, Tatjana Gürbaca, Guy Joosten, Vincent Broussard und Stefan Herheim.

 

Zudem konzertiert er regelmäßig im oratorischen Fach (Elbphilharmonie Hamburg, Musikverein und Konzerthaus Wien, Singel Antwerpen, Concertgebouw Brügge und Amsterdam) mit Bachs Matthäus- und Johannespassion, Mozarts Requiem und Haydns Schöpfung und Jahreszeiten.

Künftige Engagements bringen ihn als Fasolt (»Das Rheingold«) mit Kent Nagano an die Philhamonie Köln und Concertgebouw Amsterdam und als Landgraf Hermann zu den Opernfestspiele in Heidenheim. Im Januar 2022 macht er sein Hausdebüt als Vanuzzi (»Die schweigsame Frau«) an der Bayerische Staatsoper München.